Radonmessungen für Arbeitsplätze und öffentliche Gebäude

Radon ist allgegenwärtig und betrifft nicht nur die eigenen vier Wände, sondern auch den Arbeitsplatz und öffentliche Gebäude, wie beispielsweise Kindergärten und Schulen, Krankenhäuser und Seniorenheime sowie jegliche Amtsgebäude.

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Radonmessungen für Arbeitsplätze und öffentliche Gebäude

Foto: LanaStock, iStock,

Messpflicht für bestimmte Arbeitsplätze

Das Strahlenschutzgesetz verpflichtet den oder die Verantwortlichen eines jeweiligen Gebäudes die Radonkonzentration an bestimmten Arbeitsplätzen zu messen. Dazu gehören:

    • Arbeitsplätze im Keller oder im Erdgeschoss eines Gebäudes, die in einem der Radon-Vorsorgegebiete liegen.
    • Arbeitsplätze, die typischerweise einer höheren Radonkonzentration ausgesetzt sind, wie beispielsweise Wasser- und Bergwerke.

Die Radonmessungen müssen über einen Zeitraum von 12 Monaten erfolgen und die Laborergebnisse von Erstmessungen müssen spätestens nach 18 Monate vorliegen.

Messungen an Arbeitsplätzen nur durch anerkannte Anbieter

Um einen bundeseinheitlichen Qualitätsstandard von Radonmessungen an Arbeitsplätzen zu gewährleisten, müssen die Radonmessungen mit Messgeräten vom Bundesamt für Strahlenschutz anerkannten Anbietern erfolgen. (Strahlenschutzverordnung, “anerkannte Stelle” gemäß § 155).

Die Anerkennung ist eine Voraussetzung dafür, dass die Messergebnisse von der zuständigen Landesbehörde, die den Arbeitsschutz überwacht, akzeptiert werden können. Sie bestätigt aber auch gleichzeitig, dass der Anbieter geeignete Messgeräte zwecks der Messung von Radon an Arbeitsplätzen bewirbt und diese auch analysieren und auswerten kann.

Auch wir von Eurofins sind vom Bundesamt für Strahlenschutz in Deutschland anerkannt. Zudem sind wir nach internationalen Normen wie ISO 17025 akkreditiert. Diese Akkreditierung garantiert, dass unser Prüflabor über die notwendigen Fähigkeiten, Mittel und Verfahren verfügt, um präzise und zuverlässige Ergebnisse zu liefern.

Referenzwert von 300 Bq/m³

Sollten Radonmessungen an Arbeitsplätzen, Schulen und öffentlichen Einrichtungen eine erhöhte Radonkonzentration aufweisen, d.h. die Konzentration von Radon in der Raumluft liegt oberhalb des gesetzlich festgelegten Referenzwerts von 300 Bq/m³, so müssen Maßnahmen zum Schutz vor Radon am Arbeitsplatz ergriffen werden, um ein sicheres Umfeld für alle Arbeitnehmer gewährleisten zu können.

Das Bundesamt für Strahlenschutz sieht ein 4-stufiges Vorgehen vor:

– Stufe 1:
Durchführung einer Radonmessung am Arbeitsplatz.

– Stufe 2:
Maßnahmenergreifung zur Senkung der Radonkonzentration am Arbeitsplatz insofern der Referenzwert überschritten wurde.

– Stufe 3:
Insofern die getroffenen Maßnahmen nicht zur Senkung der Radonkonzentration geführt haben, so muss der Arbeitsplatz bei den zuständigen Behörden der Bundesländer angemeldet werden. Dabei müssen die Resultate der Radonmessung (Stufe 1) sowie Informationen über die ergriffenen Maßnahmen (Stufe 2) und eine Abschätzung der Strahlenbelastung bei anhaltender Überschreitung des Referenzwertes mitgeteilt werden.

– Stufe 4:
Wenn die Abschätzung der Jahresdosis von Radon einen Wert von 6 Millisievert überschreiten könnte, so sind die Anforderungen des beruflichen Strahlenschutzes einzuhalten. Das heißt, Personen, die beruflich ionisierender Strahlung, wie zum Beispiel der erhöhten Radonstrahlung ausgesetzt sind, müssen strahlenschutzüberwacht werden.

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