Schutz vor Radon

So erkennen und schützen Sie sich vor Radon in Ihrem Zuhause

Um die Gefahr von Radon in einem Gebäude erkennen und sich dementsprechend vor einer erhöhten Radonbelastung schützen zu können, ist es notwendig eine Radonmessung durchzuführen. Mit unseren akkreditieren Radonmessgeräten können Sie die Radonmessung ganz einfach selbst durchführen.

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Radon in Ihrem Zuhause

Foto: Robert Kneschke, Adobe Stock.

So schützen Sie sich vor Radon

Der Schutz vor Radon ist von entscheidender Bedeutung, da das Edelgas Radon eine ernsthafte Gefahr für die Gesundheit darstellt. Die Gefahr von Radon resultiert aus seiner natürlichen Entstehung im Boden und seiner Neigung, in Gebäude einzudringen, wo es sich nach und nach ansammeln und hohe Konzentrationen erreichen kann. Um die Gesundheit der Bewohner zu schützen, ist es daher unerlässlich, regelmäßige Radonmessungen durchzuführen. Kurzum, diese Messungen können potenzielle Radonquellen identifizieren, sodass Sie entsprechende Maßnahmen ergreifen können, um die Radonbelastung zu reduzieren. Dies ist besonders wichtig in Wohngebieten mit erhöhtem Risiko für Radonexposition, aber auch am Arbeitsplatz oder in öffentlichen Gebäuden sollte die Gefahr von Radon nicht vernachlässigt werden. Letztendlich trägt eine konsequente Überwachung und Bekämpfung der Radonbelastung wesentlich dazu bei, die Gesundheit und das Wohlbefinden eines jeden zu schützen.

Durchführung einer Radonmessung

Von der Vorbereitung bis zur Auswertung – so führen Sie eine erfolgreiche Radonmessung durch, um den Schutz vor Radon sicherzustellen und die Gefahr von Radon zu mindern. Die Vorbereitung auf eine Radonmessung beginnt mit der Auswahl der geeigneten Messgeräte und der Festlegung der Messorte. Es ist wichtig sicherzustellen, dass die ausgewählten Räume repräsentativ sind, und insbesondere in Bereichen, wo die Gefahr von Radon besonders hoch ist, wie beispielsweise Kellerräume, beziehungsweise in Bereichen, wo Sie sich auch viele Stunden am Tag aufhalten, gemessen wird.

1. Ermittlung der erforderlichen Radonmessgeräte

Die Anzahl der erforderlichen Radon-Detektoren hängt von Ihrer Wohnsituation ab.

Radonschutz zu Hause – Radon in einem Einfamilienhaus messen:

Messen Sie mindestens 2 Wohnräume (im Idealfall Räume, in denen Sie sich oft aufhalten, wie zum Beispiel das Schlafzimmer und das Wohnzimmer). Zudem, für jede bewohnte Etage, messen Sie mindestens einen Wohnraum. Falls ein Keller vorhanden ist, sollte hier ebenfalls mindestens ein Detektor zur Radonmessung vorgesehen werden. Da die größte Radongefahr meist von den Kellerräumen ausgeht, ist es oft ratsam alle Kellerräume zu messen, um genaue Eintrittspfade von Radon ermitteln zu können.

Kurzum:
Ein Einfamilienhaus mit:
– einer Etage, ohne Keller: Bestellen Sie mindestens 2 Radon-Detektoren.
– zwei Stockwerke, ohne Keller: Sie benötigen mindestens 2 Detektoren.
– drei Etagen, ohne Keller: In diesem Fall benötigen Sie 3 Radon-Detektoren.

Wenn Sie einen Keller besitzen, bestellen Sie mindestens einen Radon-Detektor hinzu. Um mögliche Eintrittswege des radioaktiven Gases im Keller genauer bestimmen zu können, empfehlen wir einen Radon-Detektor pro Kellerraum vorzusehen.

Radonschutz zu Hause – Radon in einem Mehrfamilienhaus oder einem Wohnkomplex messen:

Messen Sie alle Wohnungen mit direktem Bodenkontakt. Außerdem sollte, pro bewohnte Etage, jeweils mindestens eine Wohnung mit Radondetektoren gemessen werden. Wählen Sie auch vorzugsweise Wohnungen aus, die an Aufzügen oder Luftschächten liegen.  Des Weiteren, messen Sie mindestens zwei Wohnräume (z.B.: Schlafzimmer, Wohnzimmer) pro ausgewählte Wohnung. Insgesamt müssen also mindestens 20% aller Wohnungen in einem Wohngebäude gemessen werden, um aufschlussreiche Radonmessergebnisse zu erzielen.

Radonschutz am Arbeitsplatz – Radon am Arbeitsplatz oder in einem öffentlichen Gebäude messen:

Messen Sie alle Räume, die regelmäßig mehr als vier Stunden pro Tag genutzt werden. Zudem messen Sie alle unterirdischen Räumlichkeiten, da hier meist das größte Risiko einer erhöhten Radonkonzentration erwartet wird. Auch sollten alle Räume im Erdgeschoß gemessen werden. Für größere Räume empfehlen wir einen Radondetektor pro 200 m2. Räumlichkeiten in oberen Etagen sollten ebenfalls mit mindestens zwei Detektoren, sowie mindestens einem Detektor pro 200 m2 gemessen werden.

Radonschutz Fallbeispiel 1:

Sie wohnen in einem Wohnkomplex und bewohnen eine von insgesamt 40 Wohnungen. Pro Stockwerk gibt es 4 Wohnungen. Der Wohnkomplex ist nicht unterkellert und somit haben die 4 Wohnungen im Erdgeschoss direkten Bodenkontakt.

Ermittlung der benötigten Radondetektoren:
Folgende Wohnungen sollten im Fallbeispiel gemessen werden:
– die 4 Wohnungen mit Erdgeschoss mit direktem Bodenkontakt
– und 9 weitere Wohnungen (eine Wohnung pro verbleibendes Stockwerk)
– Das macht insgesamt 13 Wohnungen, die jeweils mit 2 Radondetektoren auszustatten sind. In diesem Fall sollten Sie also 26 Detektoren bestellen.

Radonschutz Fallbeispiel 2:

Im nächsten Beispiel bewohnen Sie eine Wohnung von insgesamt 40 Wohnungen eines Wohnkomplexes. Pro Stockwerk gibt es 10 Wohnungen. Der Wohnkomplex ist unterkellert, jedoch hat keine Wohnung direkten Bodenkontakt.

Ermittlung der benötigten Radondetektoren:
– Mindestens 8 Wohnungen sollten gemessen werden (20% von 40 Wohnungen). Diese 8 Wohnungen sollten mit jeweils 2 Radondetektoren ausgestattet werden, also sind mindestens 16 Detektoren zu bestellen. Da der Wohnkomplex unterkellert ist, empfehlen wir einen Detektor für jeden Kellerraum, da im Keller üblicherweise die Radonkonzentration am größten ist. Dies ermöglicht Ihnen potenzielle Eintrittspfade von Radon genauer ermitteln zu können.

2. Durchführung der Radonmessung zum Schutz vor Radon

Von der Registrierung und Platzierung bis hin zum Abschluss der Radonmessung. So führen Sie eine Radonmessung zum Schutz vor Radon durch.

Registrierung und Anmeldung:

Sobald Ihre Bestellung eingetroffen ist, registrieren Sie zunächst die Detektoren auf unserem Online Portal. Vermerken Sie den Start der Messung (Datum und Uhrzeit) und die Messorte (Raum und Etage). Zudem tragen Sie die 9-stellige Seriennummer der Messgeräte ein. Diese finden Sie auf der Verpackung oder auf der Unterseite der jeweiligen Detektoren.

Platzierung der Radon-Detektoren:

Bevor Sie die Detektoren der Verpackung entnehmen, überlegen Sie, wo genau Sie die Radondetektoren platzieren wollen. Die Radonmessung beginnt, sobald Sie die radondichten Verpackungen öffnen. Beachten Sie bei der Platzierung zunächst die Auswahl der Räume und die Positionierung der Detektoren im Raum. Genauere Informationen zur Positionierung können Sie der beiliegenden Messanleitung entnehmen.

Radonmessung:

Halten Sie die Messdauer bitte wie folgt ein:

  • Kurzzeitmessung: Mindestmessdauer 10 Tage (bis hin zu 30 Tagen). Führen Sie die Messung vorzugsweise in der Heizperiode 1. Oktober – 30. April durch.
  • Langzeitmessung: Mindestmessdauer 3 Monate (während der Heizperiode 1. Oktober – 30. April). Um einen Jahresmittelwert ermitteln zu können, halten Sie eine Messdauer von 12 Monaten ein. Falls Ihr Arbeitsplatz sich in einem Radon-Vorsorgegebiet befindet und der gesetzlichen Messpflicht unterliegt, muss eine Messdauer von 12 Monaten eingehalten werden.

3. Auswertung im Labor

Wenn die Messdauer abgelaufen ist, loggen Sie sich in Ihrem Account auf unserem Online Portal ein, um das elektronische Messprotokoll aufzurufen.
Vermerken Sie hier das Ende der Messung und senden Sie alle Detektoren ausreichend frankiert und zeitnah an unsere Rücksendeadresse zwecks Laboranalyse:

Radonmessen.de
Königsberger Weg 2
27619 Schiffdorf-Spaden
Deutschland

Sobald die Detektoren in unserem Radonprüflabor eingetroffen sind, werden diese von unseren qualifizierten Fachmitarbeitern entnommen, geätzt und analysiert. Um die Radonkonzentration zu bestimmen, kommen spezielle Mess- und Analysegeräte zum Einsatz, u. a. Alphastrahlendetektoren und Zählrohre. Basierend auf den gesammelten Messergebnissen berechnet der Analytiker den Radongehalt und erstellt einen ausführlichen Bericht innerhalb 36 Stunden nach Eintreffen der Detektoren im Labor.

4. Erstellung des Prüfberichts

Nach der Auswertung Ihrer Messungen erhalten Sie von Eurofins eine E-Mail mit dem vollständigen Prüfbericht der Laboranalyse.
Wenn die gemessenen Werte den gesetzlich festgelegten Referenzwert von 300 Bq/m³ überschreiten, ist es wichtig, dass Sie geeignete Maßnahmen zum Schutz vor Radon ergreifen. Um die besten Lösungen für Ihre Bedürfnisse zu ermitteln, ist es sinnvoll eine professionelle Beratung und Überprüfung in Anspruch zu nehmen.

Vorbeugende Maßnahmen zum Schutz vor Radon

Um sich effektiv vor der Gefahr von Radon zu schützen, sind vorbeugende Radon Vorsorgemaßnahmen von entscheidender Bedeutung. Diese Maßnahmen dienen dazu, die Radonexposition in Wohn- und Arbeitsbereichen zu minimieren. Somit verringern Sie das Risiko radonbedingter Gesundheitsprobleme.

Der erste Schritt zum Schutz vor Radon: Die Radonmessung

Eine der wichtigsten Maßnahmen zum Schutz vor Radon ist die regelmäßige Durchführung von Radonmessungen. Durch diese Messungen können potenzielle Radonquellen identifiziert und die Radonkonzentrationen in Gebäuden bewertet werden. Basierend auf den Messergebnissen können dann gezielte Schutzmaßnahmen ergriffen werden.

Abdichtung

Eine weitere präventive Maßnahme ist die Abdichtung von Gebäuden, insbesondere von Kellerräumen und Fundamenten. Durch eine wirksame Abdichtung kann verhindert werden, dass Radon aus dem Boden in das Gebäude eindringt. Auch die Installation von Radon-Absaugsystemen kann dazu beitragen, die Radonbelastung zu reduzieren, indem das Gas aus dem Gebäude abgeleitet wird.

Belüftung

Darüber hinaus ist eine gute Belüftung der Räume entscheidend, um die Radonkonzentrationen zu senken. Durch regelmäßiges Lüften kann das Radongas aus den Innenräumen abgeführt werden, insbesondere in Räumen, die wenig belüftet sind, wie Keller und Arbeitsbereiche in unterirdischen Gebäuden.

Schutz vor Radon – Fazit

Der Schutz vor Radon ist ein essentieller Bestandteil der Gesundheitsvorsorge in Wohn- und Arbeitsbereichen. Durch die rechtzeitige Erkennung der Radongefahr und die Umsetzung präventiver Radon Vorsorgemaßnahmen können Sie das Risiko radonbedingter Gesundheitsprobleme deutlich reduzieren. Nehmen Sie daher die Gefahr von Radon ernst und ergreifen Sie die notwendigen Schritte, um sich und Ihre Familie zu schützen.

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