Radon FAQs
Häufig gestellte Fragen (FAQs) über Radon.
Ihre Fragen, unsere Antworten!
Hier finden Sie eine Zusammenstellung der am häufigsten gestellten Fragen zum Thema Radon und die dazugehörigen Antworten.
Wir haben die häufigsten Fragen (FAQs) zu Radon zusammengestellt, um Ihnen umfassende Informationen und Antworten zu bieten. Falls Sie noch weitere Fragen haben, zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren. Unser Ziel ist es, Ihnen bei der Aufklärung über Radon zu helfen und Sie bei der Umsetzung geeigneter Schutzmaßnahmen zu unterstützen. Nehmen Sie sich Zeit, um die Radon FAQs durchzugehen und erweitern Sie Ihr Wissen über Radon.

Foto: Rosinka79, Adobe Stock
Was ist Radon?
Radon ist ein radioaktives Gas und kommt überall in der Umwelt vor. Man kann es weder sehen noch riechen oder schmecken.
Radon entsteht im Boden als Folge des radioaktiven Zerfalls von Uran und Thorium, welches in vielen Gesteinen vorkommt. Durch Risse im Fundament oder durch die Bodenluft kann Radon sich in Innenräumen ansammeln.
Wie gefährlich ist Radon?
Atmet man Radon und dessen radioaktiven Zerfallsprodukte über einen längeren Zeitraum und in erhöhtem Maße ein, so stellt dies eine entscheidende Gefahr für die Gesundheit dar. Während Radon fast vollständig wieder ausgeatmet wird, lagern sich die radioaktiven Zerfallsprodukten von Radon an das empfindliche Lungengewebe, wo sie weiter zerfallen und sogenannte Alphastrahlungen auslösen. Diese Strahlungen können das Zellgewebe in der Lunge schädigen und Lungenkrebs auslösen.
Wie macht sich Radon bemerkbar?
Im Prinzip macht sich Radon gar nicht bemerkbar, da man es weder riechen noch schmecken oder sehen kann. Aufgrund dieser Eigenschaften ist es besonders gefährlich, da man das Risiko einer erhöhten Radonkonzentration in Innenräumen nicht unmittelbar erkennen kann. Atmet man jedoch eine erhöhte Konzentration von Radon über einen längeren Zeitraum ein, so steigt das Risiko an Lungenkrebs zu erkranken.
Wie gelangt Radon in Gebäude?
Radon kann durch Risse, Spalten oder Undichtigkeiten in der Bodenplatte, oder durch erdberührte Wände eindringen. Oft sind daher die Räume im Keller (falls vorhanden) und im Erdgeschoss am ehesten und am stärksten von einer Radonbelastung betroffen. Radon kann sich jedoch auch über Treppenhäuser, Leitungs- und Luftschächte im ganzen Gebäude und mehrstöckigen Wohnkomplexen ausbreiten. Zudem kann eine erhöhte Radonkonzentration auch durch das Leitungswasser oder bestimmte Baustoffe verursacht werden.
Wie läuft eine Radonmessung ab?
Eine Radonmessung läuft folgendermaßen ab: Nachdem die Anzahl der erforderlichen Detektoren ermittelt und bestellt wurde, erhalten Sie diese in einer radondichten Verpackung per Post. Beachten Sie die beiliegende Anleitung zur Anmeldung und Registrierung sowie der Platzierung der Radondetektoren. Die Radonmessung beginnt, sobald die radondichten Verpackungen geöffnet werden. Nach Ablauf der Messdauer vermerken Sie das Ende der Messung auf unserem Online-Portal und senden Sie die Radon-Detektoren zeitnah an unser Rücksendeadresse. Sobald die Radondosen bei uns im Labor eingetroffen sind, erhalten Sie nach 36 Stunden einen vollständigen Prüfbericht Ihrer Messungen per E-Mail. Mehr zum Ablauf einer Radonmessung finden Sie auf unserer Seite: Schutz vor Radon
Wie lange muss ich Radon messen?
Die Dauer der Radonmessung hängt davon ab wo Sie die Messung durchführen möchten (ob in einem Ein- oder Mehrfamilienhaus oder am Arbeitsplatz) und ob Sie sich für eine Kurz- oder Langzeitmessung entschieden haben.
Kurzzeitradonmessungen haben den Vorteil recht schnell Ergebnisse zu liefern. Sie stellen jedoch nur eine kurze Momentaufnahme dar und dienen lediglich zur Abschätzung einer möglichen Strahlenbelastung. Die Messdauer bei Kurzzeitmessungen beträgt 10 bis 30 Tage. Langzeitradonmessungen hingegen zeigen ein vollständigeres Bild der Radonkonzentration, da die Messungen über einen Zeitraum von 3 bis 12 Monaten ausgeführt werden. Diese Methode der Langzeitmessung ist deutlich aufschlussreicher, da sie ein genaueres Bild darüber gibt, wie hoch die durchschnittliche Radonbelastung in der Raumluft tatsächlich ist.
Welche Radonwerte sollten nicht überschritten werden?
Der im Strahlenschutzgesetz festgelegte Referenzwert für Wohnräume und Arbeitsplätze in Deutschland beträgt 300 Bq/m³ und sollte nicht überschritten werden. Falls Radonmessungen ergeben, dass die Radonbelastung über diesem Referenzwert liegt, sollten Sie die nötigen Maßnahmen ergreifen, um die Radonkonzentration zu verringern und ein sicheres und gesundes Umfeld zu schaffen.
Was bedeutet Bq/m³?
Bq/m3 steht für Becquerel pro Kubikmeter. Es ist die Einheit für die Angabe einer Radon-Aktivitätskonzentration: Ein Becquerel entspricht einem radioaktiven Zerfall pro Sekunde. Kubikmeter gibt den Bezug auf ein bestimmtes Volumen wieder. Die Einheit beschreibt also, wie viele radioaktive Zerfallsprozesse in einer Sekunde und einem Kubikmeter stattfinden.

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Muss ich Radon zu Hause messen?
Nein, es ist nicht verpflichtend die Radonkonzentration in den eigenen vier Wänden, zu messen. Eine Radonmesspflicht gibt es allerdings in den sogenannten Radon-Vorsorgegebieten für öffentliche Gebäude sowie für Arbeitsplätze. Dennoch ist es zum eigenen Schutz ratsam, die Radonkonzentration zu Hause zu messen, um sicher zu stellen, dass keine ernstzunehmende Gefahr durch Radonstrahlung ausgeht.
Ist meine Wohnung und/oder mein Arbeitsplatz von Radon betroffen?
Radon ist allgegenwärtig, d. h. Radon befindet sich in der Raumluft von Wohnungen und Arbeitsplätzen. Ob ein bestimmtes Wohngebäude oder ein bestimmter Arbeitsplatz eine erhöhte Radonkonzentrationen aufweist und damit möglicherweise eine Gefahr für die Gesundheit darstellt, lässt sich nur durch eine Radonmessung bestimmen.

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Ist Radon krebserregend?
Ja, Radon wurde nachweislich als krebserregend eingestuft von dem Internationalen Krebsforschungszentrum (IARC) in Lyon, der Weltgesundheitsorganisation (WHO), sowohl dem Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) und der deutschen Strahlenschutzkommission (SSK). Radon, beziehungsweise dessen radioaktive Zerfallsprodukte, gilt nach dem Rauchen nachweislich als zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs in Deutschland. Berechnungen zufolge sterben etwa jährlich 2.000 Menschen in Deutschland an den Folgen einer Radonexposition.
Sind Räume in höheren Stockwerken immer unproblematisch?
Leider kann man das so pauschal nicht sagen. Die Wahrscheinlichkeit einer erhöhten Radonkonzentration in Räumen von höher gelegenen Stockwerken (ab dem 1. Stock) ist im Prinzip aber geringer als Räume, die im Erdgeschoss oder im Keller sind. Allerdings können durch Lüftungsanlagen, Aufzüge und Treppenhäuser, erhöhte Mengen an Radon auch in höher gelegene Stockwerke gelangen. Auch die Bauweise und verwendeten Baumaterialien des Hauses oder Wohnkomplexes kann eine entscheidende Rolle spielen. Radon kann sich also in allen Innenräumen und Stockwerken anreichern. Die Konzentration von Radon lässt sich nur mithilfe einer Radonmessung durch spezielle Radon Messgeräte ermitteln.
Welche Gebiete in Deutschland sind besonders stark von Radon betroffen?
Die Radonkonzentration in Deutschland ist regional unterschiedlich. Gebiete in der nördlichen Tiefebene weisen in der Regel niedrigere Radonkonzentrationen auf, während das Mittelgebirge, das Alpenvorland und Gegenden mit Gesteinsmoränen aus der letzten Eiszeit eine höhere Radonkonzentration aufweisen.
Das Bundesamt für Strahlenschutz stellt Karten zur regionalen Verteilung von Radon im Boden, in Innenräumen und im Freien bereit.
Welche Maßnahmen muss ich bei einer hohen Radonkonzentration in der Raumluft ergreifen?
Wenn eine erhöhte Radonkonzentration in der Raumluft gemessen wurde, sollten geeignete Maßnahmen, wie zum Beispiel das regelmäßige Lüften sowie das Abdichten undichter Stellen in Keller und im Erdgeschoss ergriffen werden. Um die besten Lösungen für Ihre Bedürfnisse zu ermitteln, ist es wichtig eine professionelle Beratung und Überprüfung in Anspruch zu nehmen. Ob die getroffenen Maßnahmen zur Senkung der Radonkonzentration geführt haben, lässt sich nur durch eine erneute Radonmessung überprüfen.
Muss ich die Radondetektoren einschalten?
Nein. Sobald die Detektoren der radondichten Verpackung entnommen werden,
beginnt die Radonmessung. Bei den Detektoren handelt es sich um sogenannte
passive Radonmessgeräte, d. h. sie benötigen keine Stromversorgung.

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Geben Radondetektoren Strahlungen ab?
Nein. Bei unseren Radondetektoren handelt es sich um passive Detektoren. Die Radondetektoren sind ungefährlich, verursachen keine Geräusche und geben auch keinerlei Strahlung ab.

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Gibt es ein Gesetz zum Schutz vor Radonstrahlung in Deutschland?
Ja, es gibt das Strahlenschutzgesetz. Und der Schutz vor Radonstrahlung ist im Strahlenschutzgesetz geregelt. Um die Gesundheit von Menschen in Gebieten mit erhöhter Radonkonzentration zu schützen, sieht das Strahlenschutzgesetz verschiedene Maßnahmen vor.
Gemäß den Bestimmungen des deutschen Strahlenschutzgesetzes (§124 und §126) beträgt der Referenzwert von Radon in Innenräumen 300 Bq/m³. Insofern dieser Wert überschritten wird, müssen geeignete Maßnahmen ergriffen werden, um die Radonkonzentration zu senken.
Kann man Radongas riechen?
Nein. Radon kann man weder riechen noch sehen oder schmecken.

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Was muss ich bei einem privaten Neubau in Sachen Radon beachten?
Für private Neubauten besteht für Bauherren und Bauherrinnen die Pflicht, durch bauliche Maßnahmen, wie zum Beispiel der Auswahl bestimmter Baumaterialien, weitgehend zu verhindern, dass Radon in das Gebäude eindringen kann. Mehr zur Strahlenschutzverordnung und den baulichen Maßnahmen können Sie hier nachlesen.
Muss mein Arbeitgeber Radonmessungen durchführen?
Wenn ein Gebäude zum Arbeiten genutzt wird, sind die für die jeweiligen Arbeitsplätze Verantwortlichen verpflichtet, die Konzentration von Radon an Arbeitsplätzen im Keller und im Erdgeschoss zu messen. Dies gilt auch für Kindergärten und Schulen. Wenn Messung ergeben, dass der Referenzwert von 300 Bq/m3 überschritten wurde, müssen geeignete Maßnahmen eingeleitet werden, um ein sicheres Raumklima für die Mitarbeiter zu schaffen.
Wie gelangt Radon in Gebäude?
Radon kann durch Risse, Spalten oder Undichtigkeiten in der Bodenplatte, oder durch erdberührte Wände eindringen. Oft sind daher die Räume im Keller (falls vorhanden) und im Erdgeschoss am ehesten und am stärksten von einer Radonbelastung betroffen. Radon kann sich jedoch auch über Treppenhäuser, Leitungs- und Luftschächte im ganzen Gebäude und mehrstöckigen Wohnkomplexen ausbreiten. Zudem kann eine erhöhte Radonkonzentration auch durch das Leitungswasser oder bestimmte Baustoffe verursacht werden.
Was genau ist mit dem Radon Referenzwert gemeint?
Laut dem Strahlenschutzgesetz liegt der Referenzwert für Radon bei 300 Bq/m³. Das bedeutet, dass dieser Wert nicht überschritten werden sollte. Ein Referenzwert ist jedoch nicht gleichzustellen mit einem sogenannten Grenzwert. Der Unterschied zwischen einem Grenz- und einem Referenzwert liegt darin, dass ein Grenzwert nicht überschritten werden darf, während ein Referenzwert nicht überschritten werden sollte.
Wie kann ich Radon zu Hause reduzieren?
Oft lässt sich die Radonkonzentration in Häusern und Wohnungen bereits mit sehr einfachen Maßnahmen reduzieren, zum Beispiel durch vermehrtes Lüften sowie Abdichten undichter Stellen zum Keller beziehungsweise zum Erdreich hin. Sollte eine erneute Radonmessung keine Verbesserung der Radonkonzentration in der Raumluft ergeben, so sind auch komplexere, bauliche Maßnahmen wie zum Beispiel Lüftungssysteme und Radondrainagen möglich.
Kann ich Radon selbst messen?
Ja, Sie können ganz einfach und problemlos die Radonmessung mit unseren akkreditierten Messgeräten selbst durchführen. Auf unseren Produktseiten im Webshop finden Sie in der Beschreibung eine Schritt-für-Schritt Messanleitung – von der Vorbereitung bis hin zur Ausführung der Radonmessung.
Unterliege ich der Radon Messpflicht?
Es besteht eine gesetzliche Radon-Messpflicht in Deutschland für Arbeitsplätze, die sich im Keller oder Erdgeschoss von Gebäuden befinden, und sich zudem in Radon-Vorsorgegebieten befinden.
Auch betroffen von der Pflicht der Durchführung einer Radonmessung sind Arbeitsplätze, die einer erhöhten Radonkonzentration ausgesetzt sind, wie zum Beispiel in Wasser- und Bergwerken.
Mein gemessener Radonwert liegt unter 300 Bq/m³.
Wie ist das Ergebnis meiner Radonmessung zu deuten?
Wenn der gemessene Radonwert unter 300 Bq/m³ liegt, so gilt die Radonkonzentration gemäß dem Strahlenschutzgesetz als eingehalten. In diesem Fall sind keine spezifischen Radonschutzmaßnahmen erforderlich. Es wird dennoch empfohlen, regelmäßig Radonmessungen durchzuführen, da sich die Radonkonzentration im Laufe der Zeit ändern kann.
Mein gemessener Radonwert liegt über 300 Bq/m³.
Wie ist das Ergebnis meiner Radonmessung zu deuten?
Wenn der gemessene Radonwert über 300 Bq/m³ liegt, sollten entsprechende Schutzmaßnahmen ergriffen werden, um die Radonkonzentration zu reduzieren. So wie jedes Haus oder jeder Arbeitsplatz seine individuellen Gegebenheiten aufweist, so individuell sind auch die Radonschutzmaßnahmen, die unternommen werden können. Konsultieren Sie nach Möglichkeit einen Fachmann für Radonsanierungen, der über das nötige Wissen und die Erfahrung verfügt, um eine genaue Bewertung der Situation vor Ort durchzuführen. Es wird empfohlen, nach der Durchführung von Radonschutzmaßnahmen eine erneute Radonmessung durchzuführen, um die Wirksamkeit der getroffenen Maßnahmen zu überprüfen.
Welche Gebiete gehören zu den Radon-Vorsorgegebieten?
Zu den sogenannten Radon-Vorsorgegebieten gehören Regionen, in denen der Referenzwert von 300 Bq/m³ in der Raumluft überdurchschnittlich häufig (etwa 3x so häufig als der bundesweite Durchschnitt) überschritten wurde.
Die Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen gehören zu den Radon-Vorsorgegebieten. Hier gelten erhöhte Anforderungen zum Schutz vor Radon, insbesondere für Neubauten und Arbeitsplätze.
Wie und wann erhalte ich meine Messergebnisse?
Sobald die Dosimeter in unserem Labor eingetroffen sind, analysieren wir die Radondetektoren und schicken Ihnen nach 36 Stunden den vollständigen Prüfbericht per E-Mail zu.

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